Thomas Kranig

Präsident Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in München und Würzburg und der Referendarzeit in München begann er im Jahr 1981 bei der Autobahndirektion Südbayern in München seine berufliche Tätigkeit als Verwaltungsjurist in den Diensten des Freistaats Bayern. Von 1985 bis 1992 arbeitete er als juristischer Staatsbeamter am Landratsamt Aschaffenburg und leitete dort zunächst bis 1988 die Abteilung: Öffentliche Sicherheit und Ordnung und anschließend die Bauabteilung. Von 1992 bis 1995 war er als Geschäftsführer einer Gesellschaft im Medienbereich in der Privatwirtschaft tätig. Von 1995 bis 1997 war Thomas Kranig als Referent im Sachgebiet Straßenrecht für Planfeststellungen zuständig.

Im Jahr 1997 wurde er zum Richter am Verwaltungsgericht Ansbach berufen und blieb dort bis zum Jahr 2010. Während dieser Zeit absolvierte er ein Studium an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität Hagen und schloss diese Ausbildung mit dem Master auf Mediation ab. Nach Abschluss des Studiums war Thomas Kranig beim Verwaltungsgericht Ansbach zusätzlich als Gerichtsmediator tätig. Im Jahr 2010 wurde Thomas Kranig zunächst zum Leiter und am 4. August 2011 zum Präsidenten des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht in Bayern ernannt.

Vortrags-/Sessionbeschreibung

Das Kohärenzverfahren nach der Datenschutz-Grundverordnung
Als ergänzenden Ausgleich für das sog. one-stop-shop-Prinzip (eine Aufsichtsbehörde für ein Unternehmen) hat die EU-Kommission im Entwurf der Datenschutz-Grundverordnung ein Kohärenzverfahren vorgesehen, durch das die Aufsichtsbehörden der anderen Mitgliedstaaten – und auch die Kommission selbst – an derartigen Verfahren beteiligt werden. Der Ausgleich dieser völlig unabhängigen Behörden wird spannend in Theorie und Praxis.